Prof. Dr. Elmar Budde

Dr. Elmar Budde wurde am 13. Juni 1935 in Bochum geboren. Er studierte zunächst Schulmusik (Hauptfach Klavier) an der Staatlichen Hochschule für Musik in Freiburg i. Br. (Staatsexamen 1960/61). Nach dem anschließenden Studium der Musikwissenschaft und Germanistik an der Freiburger Universität promovierte er 1967 mit einer Arbeit über den frühen Webern (Diss. Anton Webern Lieder op. 3 - Untersuchungen zur frühen Atonalität bei Webern). An der Hochschule für Musik und an der Universität in Freiburg begann er seine wissenschaftliche Laufbahn, seine publizistische und journalistische Tätigkeit. 1972 wurde er als ordentlicher Professor für Musikwissenschaft an die Staatliche Hochschule für Musik und darstellende Kunst (heute Universität der Künste) in Berlin berufen. Seine Hauptforschungsgebiete sind die Geschichte der Komposition vom Mittelalter bis zur Gegenwart; die Musik des 19. und 20. Jahrhunderts, Franz Schubert, die Geschichte der Aufführungspraxis und der Interpretation sowie Fragen und Probleme des Interdisziplinären (Musik - Malerei - Architektur). 

Es sind eine Vielzahl von Publikationen von Dr. Elmar Budde erschienen. Zusammen mit Dietrich Fischer-Dieskau ist er Herausgeber einer textkritischen Neuausgabe der Lieder Franz Schuberts (4 Bde.; C. F. Peters, Frankfurt o.J.). Er hält Vorträge über seine Forschungsgebiete im In- und Ausland. Einem Ruf 1989 an den Lehrstuhl für Musikwissenschaft an der Musikhochschule Wien ist er nicht gefolgt.

"Einer der wichtigen Gründe, warum ich immer in Berlin geblieben bin” und beispielsweise 1989 den Ruf an die Musikhochschule Wien ablehnte, war für Budde die Bedeutung der Bildenden Kunst. Seit seiner Jugend malt Elmar Budde. Die Begegnung mit Kunstwerken und mit Künstlern ist ihm wichtig. In seinem Kreuzberger Atelier, später dann in seiner Dahlemer Wohnung, und heute im Markgräfler Land entstand und entsteht ein umfangreiches malerisches Werk, das mit Erfolg beispielsweise in Berlin, Düsseldorf, Goslar und Überlingen in Ausstellungen präsentiert wurde.

1992 bis 1996 war er Erster Vizepräsident der Hochschule der Künste Berlin. Als engagierter Hochschulpolitiker verfocht er stets die Vision der Interdisziplinarität und setzte sich für deren Umsetzung an der HdK - Berlin ein.

Zu seinem 60. Geburtstag wurde er mit einer Festschrift 'Töne-Farben-Formen. Über Musik und die Bildenden Künste", Laaber 1995, geehrt.


Bibliografie (Auswahl)

(Quellen: MGG, HSH-Holzen, HdK-Berlin)

zum Seitenanfang